Kurzantwort: In der Ostschweiz brauchen Sie mindestens 20% Eigenkapital. Die Lage entscheidet über den langfristigen Wert Ihrer Immobilie.
Das Problem
Sie haben sich entschieden: Ein Eigenheim soll her. Doch dann stehen Sie vor einem Berg an Fragen. Welche Gemeinde passt? Reicht das Ersparte? Und worauf muss ich bei der Besichtigung achten? Gerade in der Ostschweiz gibt es viele Optionen. Das kann schnell überfordern.
Wo in der Ostschweiz lohnt sich der Kauf?
Die Lage ist der wichtigste Faktor beim Immobilienkauf. Sie bestimmt den Preis und die Wertentwicklung. In der Ostschweiz sind vor allem diese Gemeinden beliebt:
- Wittenbach – Ruhig, familienfreundlich und nur Minuten von St. Gallen entfernt.
- Niederteufen – Ländlich und trotzdem gut angebunden. Ideal für Naturfreunde.
- Bischofszell – Charmante Kleinstadt im Thurgau mit attraktiven Preisen.
Achten Sie bei jeder Lage auf drei Dinge:
- Wie weit ist der nächste Bahnhof oder Autobahnanschluss?
- Gibt es Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte in der Nähe?
- Sind neue Bauprojekte oder Infrastrukturprojekte geplant?
Wie viel Eigenkapital brauche ich wirklich?
In der Schweiz gilt: Mindestens 20% Eigenkapital. Davon müssen 10% aus harten Eigenmitteln stammen. Pensionskassengeld allein reicht also nicht.
Dazu kommt die Tragbarkeit. Die Bank rechnet so: Ihre jährlichen Wohnkosten dürfen maximal ein Drittel des Bruttoeinkommens betragen. Und zwar mit einem kalkulatorischen Zins, nicht dem aktuellen. Falls Ihnen Eigenkapital fehlt, lesen Sie unseren Artikel über den Einsatz von Pensionskasse und Säule 3a.
Was zählt alles zu den Wohnkosten?
- Hypothekarzinsen (kalkulatorisch 5%)
- Amortisation der 2. Hypothek
- Nebenkosten (ca. 1% des Kaufpreises pro Jahr)
Worauf muss ich bei der Besichtigung achten?
Gehen Sie bei jeder Besichtigung systematisch vor. Lassen Sie sich nicht vom schönen Parkett ablenken.
- Bausubstanz prüfen – Gibt es Risse in den Wänden? Feuchtigkeit im Keller? Wie sieht das Dach aus?
- Haustechnik checken – Wann wurde die Heizung zuletzt ersetzt? Gibt es eine Wärmepumpe?
- Energieeffizienz beachten – Welche Energieklasse hat das Gebäude? Doppelt oder dreifach verglaste Fenster?
- Nebenkosten erfragen – Fragen Sie nach den echten Nebenkostenabrechnungen der letzten drei Jahre.
Sind Renditeimmobilien in der Ostschweiz eine gute Idee?
Ja, die Ostschweiz bietet gute Möglichkeiten. Die Preise sind tiefer als in Zürich. Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist stabil.
Wichtig ist, dass Sie die Rendite richtig berechnen. Mehr dazu in unserem Artikel Lohnt sich eine Immobilie als Kapitalanlage?

Expertentipp von Jessica: Holen Sie mindestens drei Hypothekarangebote ein. Die Zinsunterschiede können über 10 Jahre schnell CHF 15'000 ausmachen.
Fazit
Ein Immobilienkauf in der Ostschweiz lohnt sich, wenn Sie vorbereitet sind. Nehmen Sie sich Zeit für Lage, Finanzierung und Besichtigung. Bei Rüttimann Vision begleiten wir Sie persönlich durch den gesamten Kaufprozess.