Kurzantwort: Im Kanton St. Gallen erhalten Sie für den Heizungsersatz CHF 4'000 bis 10'000 Fördergelder. Dazu kommen Steuerabzüge. Beides zusammen kann die Kosten um fast 40% senken.
Ihre Ölheizung ist 25 Jahre alt – und jetzt?
Die alte Ölheizung brummt noch. Aber wie lange noch? Viele Eigenheimbesitzer in der Ostschweiz stehen vor dieser Frage. Die Antwort: Warten Sie nicht, bis sie ausfällt. Wer jetzt saniert, profitiert von grosszügigen Fördergeldern und spart langfristig Geld.
Die Schweiz will bis 2050 klimaneutral werden. Dafür fliessen Millionen in die energetische Sanierung. Als Hausbesitzer können Sie davon profitieren.
Was wird überhaupt gefördert?
Das nationale Gebäudeprogramm unterstützt vier Bereiche:
- Wärmedämmung – Fassade, Dach, Kellerdecke und Fenster.
- Heizungsersatz – Umstieg von Öl oder Gas auf Wärmepumpe, Holz oder Fernwärme.
- Solaranlagen – Photovoltaik und Solarthermie.
- Gebäudetechnik – Kontrollierte Wohnungslüftung und Wärmerückgewinnung.
Wie viel Fördergeld gibt es im Kanton St. Gallen?
Der Kanton St. Gallen ist grosszügig. Hier die wichtigsten Beiträge:
- Heizungsersatz: CHF 4'000 bis 10'000 beim Umstieg von fossil auf erneuerbar.
- Wärmedämmung: CHF 40 bis 60 pro Quadratmeter gedämmte Fläche.
- GEAK-Plus-Beratung: CHF 1'500 für eine umfassende Energieberatung.
- Minergie-Sanierung: Zusätzliche Boni für zertifizierte Sanierungen.
Wichtig: Das Fördergesuch muss vor Baubeginn eingereicht werden. Wer zuerst baut und dann das Gesuch stellt, geht leer aus.
Welche Steuerabzüge kann ich zusätzlich nutzen?
Energetische Sanierungen bieten doppelte Vorteile bei den Steuern.
Werterhaltende Massnahmen
Gleichwertiger Ersatz ist voll abzugsfähig:
- Heizungsersatz in gleicher Leistungsklasse
- Fensterersatz
- Dachreparaturen
- Fassadenrenovation
Energiesparende Investitionen
Seit 2020 können Sie auch wertvermehrende Investitionen abziehen, wenn sie dem Energiesparen dienen:
- Installation einer Wärmepumpe
- Photovoltaikanlagen
- Verbesserte Wärmedämmung
- Ladestation für Elektrofahrzeuge
Rückbaukosten
Reissen Sie einen Altbau ab und bauen energieeffizient neu? Auch die Rückbaukosten sind abzugsfähig.
Wie gehe ich am besten vor?
Sanieren Sie strategisch. So holen Sie das Maximum heraus:
- GEAK-Plus erstellen lassen – Die Energieberatung zeigt, welche Massnahmen den grössten Effekt haben.
- Etappierung planen – Grosse Sanierungen über mehrere Steuerjahre verteilen. Das maximiert die Steuerersparnis.
- Fördergesuch einreichen – Immer vor Baubeginn.
- Mindestens drei Offerten einholen – Die Preisunterschiede sind oft erstaunlich.
- Mit dem Steuerberater sprechen – Damit Sie keinen Abzug verpassen.
Praxisbeispiel aus Wittenbach
Familie Müller ersetzt ihre Ölheizung durch eine Wärmepumpe. Kosten: CHF 35'000.
- Kantonaler Förderbeitrag: ca. CHF 6'000
- Steuerabzug (bei Grenzsteuersatz 25%): ca. CHF 7'250
- Effektive Kosten: ca. CHF 21'750
Das ist eine Ersparnis von fast 40%. Dazu kommen tiefere Heizkosten ab dem ersten Tag.
Expertentipp von Stefan: Reichen Sie das Fördergesuch ein, bevor Sie den Handwerker beauftragen. Der Kanton St. Gallen ist da streng. Und verteilen Sie grosse Sanierungen auf zwei Steuerjahre, damit Sie die Abzüge voll ausschöpfen.
Fazit
Energetisch sanieren lohnt sich doppelt: für die Umwelt und für Ihr Portemonnaie. Fördergelder und Steuerabzüge zusammen senken die Kosten massiv. Weitere Steuertipps finden Sie in unserem Artikel Wie spare ich mit meiner Immobilie Steuern?. Bei Rüttimann Vision beraten wir Sie zur optimalen Planung und unterstützen Sie bei der Steuererklärung.